Als Ulrike Scheffler-Rother Ende der 1980er Jahre die Schule ihres Sohnes besuchte, war sie erstaunt über die Fülle der Kunstwerke, die in Gängen und Büros hingen. „Über dem Computer im Sekretariat hing sogar ein echter Mirò", erzählt die Künstlerin. Der Grund: Als das Gebäude der Rolandschule, Rolandstraße 40, in den 60er Jahren entworfen wurde, plante der Architekt Paul Schneider von Esleben ein Gesamtkunstwerk. In den 80er Jahren war das aber kaum noch jemandem bewusst, viele dieser Werke lagerten im Keller, wurden feucht. Seit Scheffler-Rothers Wiederentdeckung hat sich einiges getan. Die Schule steht seit 1990 unter Denkmalschutz, und die Vielfalt an Kunstwerken spielt seit Jahren auch im Lehrangebot der Grundschule eine Rolle. Die Schüler finden das gut: „Unsere Schule ist nicht so wie andere Schulen", findet der elfjährige Kadir.
Um den Kindern auch in Zukunft spielerisch die Kunstwerke näher zu bringen, startete Maria Sophia Konen, Klassenlehrerin der Klasse 4b, im vergangenen Jahr ein Projekt. Die Kinder entwarfen selbständig ein Spiel, eine Mischung aus Memory und Quiz. Die Fragen ermutigen die Schüler dazu, sich die Werke, die sie aus ihrem Alltag kennen, einmal genau anzusehen. Unterstützt wurde das Projekt von der Bürger Stiftung Düsseldorf und von der Fachhochschule, deren Studenten der Sozial- und Kulturwissenschaften sich ein Semester lang mit den Kindern hinsetzten und die Spielkarten entwickelten. Präsentiert wird das Spiel am Samstag, 16. Mai, auf dem Schulfest Auch die Schüler, die es entwarfen, die bereits die Schule verlassen haben, werden kommen und den anderen zeigen, wie es geht.